Jepp, Gott hat uns nicht vergessen - Er sieht wie's uns geht und schert sich drum!
The rich have no eyes for the tears of the poor
They live in mansions,
They dance and drink,
They do not know the house of the poor man
They are to busy amusing themselves
But there is someone above
Who can see and feel …
the tears!
Happy End - Ende gut Alles gut! – Kleinod, das die Zeit des Leidens vergessen macht. Die Hoffnung darauf eine Kraft, die bewahrt zu resignieren. Doch was wenn es scheinbar ausbleibt???
Hatte Euch von Reena Devi erzählt, wie gesagt:Den Vorzeichen nach sollte sie jetzt glückliche Mutti mit Kind an der Brust sein - Fakt ist beide haben es nicht geschafft! Auch Reena hat nach langem auf und ab, diese Welt, die ihr so übel mitgespielt hat verlassen!
Zurück bleibt ihr verzweifelter, in Tränen aufgelöster Vater.Drei Jahre zuvor seine Frau (Reenas Mutter) im selben Bett verloren, lassen kaum erahnen was für Gefühle, Gedanken in ihm aufstiegen, ihm die Luft abschnürten, als er seine Tochter mehrere Wochen mit dem Tod ringen sah; zwischendurch keimte neue Hoffnung, doch am Ende wieder Enttäuschung!
Reenas Ehemann und dessen Familie hatten sich aus dem Staub gemacht, so lastet auch die Versorgung der drei Enkelkinder auf seinen gebeugten Schultern. Damit noch nicht genug, musste er sein Land veräußern um Medikamente berappen zu können, was ihren Lebensunterhalt in Frage stellt.
im weiteren Verlauf übernahm das Krankenhaus die weiteren anfallenden Behandlungskosten – Ärzte haben die Möglichkeit in Härtefällen charity zu geben – teilweise oder komplette Freistellung…
Diese und ein paar ähnliche Geschichten wie sie das Leben schreibt türmten sich wie Berge vor meinen Augen: wo bist Du Gott? Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und groß an Gnade und Treue…
Bohrende Fragen im Kopf, auf dem Weg zu meinem Zimmer drängt sich diesmal die Gedenktafel des Gebäudes auf: geweiht zur Ehre Gottes und dem Dienst an den Bedürftigen.
Moment mal das rückt einige Dinge wieder ins Lot: das Ganze hier ist sein Ding! Er ist Initiator, ihm sind die Menschen hier wichtig, er kennt sie, sieht ihre Tränen und teilt den Schrei seines Herzens mit vielen hier.
Direkt vor meinem Fenster stampfen sie gerade ein neues Krankenhausgebäude aus der Boden und Dr Sunil der medizinische Leiter weiß enthusiastische Geschichten darüber zu erzählen wie dies Wunder möglich wurde – so ist es ein Privileg hier zu sein, Teil haben zu dürfen!
Muß lernen Dinge die ich nicht versteh hinzunehmen, vertrauend: Er ist Licht und in Ihm ist keine Finsternis, God is in control and never makes mistakes!
Hut ab vor Levi der im Blick auf seine Hiobsbotschaft sagen konnte:
Er ist der Herr; er tue was ihm wohlgefällt (1.Sam 3,18)
Ein weiterer Beweis Gottes Charakters ist Sunderpore – das Lepradorf!
Ich brauch einen Platz um mal ruhig werden, dem Krankenhaustrubel entfliehen, zu können.
Auch Raxaul die Stadt bietet meist grade mal nen Stehplatz… Abwechslung verspricht Sunderpur – 15Minuten Fußmarsch entfernt, weht ein anderer Wind, Ruhe und Frieden werden spürbar. Es tut gut einfach dazusitzen den Fluß der hier Nepal und Indien trennt zu beobachten,
den Gesängen zu lauschen…
Behandlung und Unterkunft sind für die Patienten frei, auch werden sie in das von einem katholischen Priester geleitete Projekt involviert. Nachdem es lange Zeit durch kanadische Spenden aufrechterhalten wurde, ist es mittlerweile recht eigenständig.
Es gibt eine große Hühnerfarm, Landwirtschaft, eine Spinner- und Weberei, … Die Artikel
werden in Läden angeboten, so dass sogar eine geringe Entlohnung ermöglicht wird.
Dort treffen wir auch auf eine Skandinavierin in ihren Sechzigern.
Ein Film über Mutter Theresa machte auf die ehemalige Bankerin dermaßen Eindruck, dass sie Europas Wohlstand verließ um sich in Kalkutta den Missionaries of charity anzuschließen.
Diese Einrichtung genießt dort aber hohen Bekanntheitsgrad, es scheint genügend freiwillig helfende Hände zu geben und so ist sie über Umwege schließlich hier in Raxaul gelandet.
Bietet Krankengymnastik an um die deformierten Gliedmaßen der Patienten wieder in ihre Ordnung zu bringen.
Mitte Oktober kam mich Melanie meine ehemalige Kollegin besuchen. Sie hat sich voll reingehängt, nen riesen Koffer angeschafft um das ganze Med-Zeux was ich ihr aufgehalst habe hierher zu schleppen. Auch hat sie noch weiteres dazugekauft – vielen Dank!
Wollte ihr am liebsten Alles! zeigen: Ashram, Duncan Hospital, Nepal – was der ganzen Aktion aber Hetzjagdcharakter einhauchte.
Möchte Dich an dieser Stelle nochmals um Entschuldigung bitten Melanie!
Im Ashram schön wie immer einige vertraute Gesichter wieder zu sehn! Auch hatten sie eine Spende, einen Schiffscontainer mit primär Medizinischen Artikeln aus Dänemark erhalten für Einiges davon haben sie keine Verwendung und so konnten wir dies dankbar mit nach Bihar schleppen.
Weniger schön war es zu erfahren, dass ein ehemaliger Kollege dort schwer in Alkoholprobleme geraten ist, Haus und Job verloren hat. Er hatte seit 10Jahren Alles gegeben, ist mir echt ein Freund geworden.
Bitte betet für ihn! Für Weisheit wie sie am besten aus der Situation rauskommen…
auch für Reenas Vater:
Gott, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in Aller unserer Trübsal, möge mit ihm sein, ihn spürn lassen dass er nicht allein ist!
Immer noch Land unter,der Grundwasserspiegel durch den heftig ausgefallenen Monsoon stark angestiegen, lässt das Wasser nur sehr langsam weichen. Dies wurde für Sheela zum Verhängnis. Ein epileptischer Anfall, der Sturz ins Wasser – Diagnose Beinaheertrinken mit Lungenödem (Volksmund: Wasser auf der Lunge) Auch sie musste beatmet werden, bis hin zum kurzfristigen Herzstillstand alles mitgenommen, wurde die 14Jährige aber zu einem Lichtblick im Oktober. So schön das Mädel wieder laufen zu sehn – willkommene Abwechslung! – Danke Herr!
Der Gegenzug war entgleist, so ist es halb zwei nachts als ich nach fast 33Stunden Zugfahrt von Delhi wieder auf Raxauls Bahnhof steh, schon im Zug der Rat den Bahnhof des nachts nicht zu verlassen - zu gefährlich als Bleichgesicht. Todmüde schlug ich die Warnung in den Wind, ist es doch grademal ´ne viertel Stunde bis zum Hospital. Der Rikja-Fahrer will auch gleich ne Gefahrenzulage, dacht er will meine Situation nur wieder schamlos ausnutzen - what to do? Wie gewöhnlich Stromausfall das Dunkel am Grenzbereich nur ab und zu vom Lichtkegel einer Taschenlampe durchschnitten. Der Fahrer stoppt: zu gefährlich, nimm Dir hier ein Hotelzimmer für die Nacht, sein Rat. Wollt nur noch „Heim“: dann lauf ich! Er steigt ab löst sein schweres Kettenschloß drückt dies mir in die Hand, meint: wirbel das durch die Luft wenn jemand angreift. Dann steigt er in die Pedale wie ich keinen zuvor hab fahren sehn – er hatte echt Angst und ich dann auch, war ich froh als die Gestalten im Dunkeln kein Interesse an uns zeigten, wir am Krankenhaus ankamen. Es war echt kein Witz hat mir einer der Ärzte am nächsten Tag bestätigt, hier an der Grenze gibt es Schmuckler, Überfälle, Schießerein – auch sie werden ab und zu in der Nacht-Notaufnahme damit konfrontiert.
Ein weiterer Grund Danke zu sagen ist meine Kamera! In Delhi bei voller Fahrt auf ner mehrspurigen Straße aus der Auto-Rikja „gehüpft“, sah ich das Ding schon platt vor mir. Als der Fahrer begriff dass er anhalten soll waren schon mehrere hundert Meter abgespult: macht das noch Sinn? also zurück gerannt, da kam mir ein Inder entgegen und drückt mir die Kamera in die Hand! Konnt’s nicht fassen normalerweise hört man wie alles gestohlen wird und er trägts mir noch hinterher. Um das Wunder komplett zu machen hat sie außer ein paar Kratzern nichts abbekommen. Danke Vater! – ich liebs nämlich Bilder zu machen! Soweit für diesmal
Gruß Uwe












