Freitag, 12. März 2010
Samstag, 5. Januar 2008
Sunderpore - Little Flower Leprosy Welfare Association
...wann sahen wir Dich hungrig?
just Awesome - seht selbst: einfach Video starten
Dienstag, 11. Dezember 2007
There's someone above...!
Jepp, Gott hat uns nicht vergessen - Er sieht wie's uns geht und schert sich drum!
The rich have no eyes for the tears of the poor
They live in mansions,
They dance and drink,
They do not know the house of the poor man
They are to busy amusing themselves
But there is someone above
Who can see and feel …
the tears!
Happy End - Ende gut Alles gut! – Kleinod, das die Zeit des Leidens vergessen macht. Die Hoffnung darauf eine Kraft, die bewahrt zu resignieren. Doch was wenn es scheinbar ausbleibt???
Hatte Euch von Reena Devi erzählt, wie gesagt:Den Vorzeichen nach sollte sie jetzt glückliche Mutti mit Kind an der Brust sein - Fakt ist beide haben es nicht geschafft! Auch Reena hat nach langem auf und ab, diese Welt, die ihr so übel mitgespielt hat verlassen!
Zurück bleibt ihr verzweifelter, in Tränen aufgelöster Vater.Drei Jahre zuvor seine Frau (Reenas Mutter) im selben Bett verloren, lassen kaum erahnen was für Gefühle, Gedanken in ihm aufstiegen, ihm die Luft abschnürten, als er seine Tochter mehrere Wochen mit dem Tod ringen sah; zwischendurch keimte neue Hoffnung, doch am Ende wieder Enttäuschung!
Reenas Ehemann und dessen Familie hatten sich aus dem Staub gemacht, so lastet auch die Versorgung der drei Enkelkinder auf seinen gebeugten Schultern. Damit noch nicht genug, musste er sein Land veräußern um Medikamente berappen zu können, was ihren Lebensunterhalt in Frage stellt.
im weiteren Verlauf übernahm das Krankenhaus die weiteren anfallenden Behandlungskosten – Ärzte haben die Möglichkeit in Härtefällen charity zu geben – teilweise oder komplette Freistellung…
Diese und ein paar ähnliche Geschichten wie sie das Leben schreibt türmten sich wie Berge vor meinen Augen: wo bist Du Gott? Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und groß an Gnade und Treue…
Bohrende Fragen im Kopf, auf dem Weg zu meinem Zimmer drängt sich diesmal die Gedenktafel des Gebäudes auf: geweiht zur Ehre Gottes und dem Dienst an den Bedürftigen.
Moment mal das rückt einige Dinge wieder ins Lot: das Ganze hier ist sein Ding! Er ist Initiator, ihm sind die Menschen hier wichtig, er kennt sie, sieht ihre Tränen und teilt den Schrei seines Herzens mit vielen hier.
Direkt vor meinem Fenster stampfen sie gerade ein neues Krankenhausgebäude aus der Boden und Dr Sunil der medizinische Leiter weiß enthusiastische Geschichten darüber zu erzählen wie dies Wunder möglich wurde – so ist es ein Privileg hier zu sein, Teil haben zu dürfen!
Muß lernen Dinge die ich nicht versteh hinzunehmen, vertrauend: Er ist Licht und in Ihm ist keine Finsternis, God is in control and never makes mistakes!
Hut ab vor Levi der im Blick auf seine Hiobsbotschaft sagen konnte:
Er ist der Herr; er tue was ihm wohlgefällt (1.Sam 3,18)
Ein weiterer Beweis Gottes Charakters ist Sunderpore – das Lepradorf!
Ich brauch einen Platz um mal ruhig werden, dem Krankenhaustrubel entfliehen, zu können.
Auch Raxaul die Stadt bietet meist grade mal nen Stehplatz… Abwechslung verspricht Sunderpur – 15Minuten Fußmarsch entfernt, weht ein anderer Wind, Ruhe und Frieden werden spürbar. Es tut gut einfach dazusitzen den Fluß der hier Nepal und Indien trennt zu beobachten,
den Gesängen zu lauschen…
Behandlung und Unterkunft sind für die Patienten frei, auch werden sie in das von einem katholischen Priester geleitete Projekt involviert. Nachdem es lange Zeit durch kanadische Spenden aufrechterhalten wurde, ist es mittlerweile recht eigenständig.
Es gibt eine große Hühnerfarm, Landwirtschaft, eine Spinner- und Weberei, … Die Artikel
werden in Läden angeboten, so dass sogar eine geringe Entlohnung ermöglicht wird.
Dort treffen wir auch auf eine Skandinavierin in ihren Sechzigern.
Ein Film über Mutter Theresa machte auf die ehemalige Bankerin dermaßen Eindruck, dass sie Europas Wohlstand verließ um sich in Kalkutta den Missionaries of charity anzuschließen.
Diese Einrichtung genießt dort aber hohen Bekanntheitsgrad, es scheint genügend freiwillig helfende Hände zu geben und so ist sie über Umwege schließlich hier in Raxaul gelandet.
Bietet Krankengymnastik an um die deformierten Gliedmaßen der Patienten wieder in ihre Ordnung zu bringen.
Mitte Oktober kam mich Melanie meine ehemalige Kollegin besuchen. Sie hat sich voll reingehängt, nen riesen Koffer angeschafft um das ganze Med-Zeux was ich ihr aufgehalst habe hierher zu schleppen. Auch hat sie noch weiteres dazugekauft – vielen Dank!
Wollte ihr am liebsten Alles! zeigen: Ashram, Duncan Hospital, Nepal – was der ganzen Aktion aber Hetzjagdcharakter einhauchte.
Möchte Dich an dieser Stelle nochmals um Entschuldigung bitten Melanie!
Im Ashram schön wie immer einige vertraute Gesichter wieder zu sehn! Auch hatten sie eine Spende, einen Schiffscontainer mit primär Medizinischen Artikeln aus Dänemark erhalten für Einiges davon haben sie keine Verwendung und so konnten wir dies dankbar mit nach Bihar schleppen.
Weniger schön war es zu erfahren, dass ein ehemaliger Kollege dort schwer in Alkoholprobleme geraten ist, Haus und Job verloren hat. Er hatte seit 10Jahren Alles gegeben, ist mir echt ein Freund geworden.
Bitte betet für ihn! Für Weisheit wie sie am besten aus der Situation rauskommen…
auch für Reenas Vater:
Gott, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in Aller unserer Trübsal, möge mit ihm sein, ihn spürn lassen dass er nicht allein ist!
Immer noch Land unter,der Grundwasserspiegel durch den heftig ausgefallenen Monsoon stark angestiegen, lässt das Wasser nur sehr langsam weichen. Dies wurde für Sheela zum Verhängnis. Ein epileptischer Anfall, der Sturz ins Wasser – Diagnose Beinaheertrinken mit Lungenödem (Volksmund: Wasser auf der Lunge) Auch sie musste beatmet werden, bis hin zum kurzfristigen Herzstillstand alles mitgenommen, wurde die 14Jährige aber zu einem Lichtblick im Oktober. So schön das Mädel wieder laufen zu sehn – willkommene Abwechslung! – Danke Herr!
Der Gegenzug war entgleist, so ist es halb zwei nachts als ich nach fast 33Stunden Zugfahrt von Delhi wieder auf Raxauls Bahnhof steh, schon im Zug der Rat den Bahnhof des nachts nicht zu verlassen - zu gefährlich als Bleichgesicht. Todmüde schlug ich die Warnung in den Wind, ist es doch grademal ´ne viertel Stunde bis zum Hospital. Der Rikja-Fahrer will auch gleich ne Gefahrenzulage, dacht er will meine Situation nur wieder schamlos ausnutzen - what to do? Wie gewöhnlich Stromausfall das Dunkel am Grenzbereich nur ab und zu vom Lichtkegel einer Taschenlampe durchschnitten. Der Fahrer stoppt: zu gefährlich, nimm Dir hier ein Hotelzimmer für die Nacht, sein Rat. Wollt nur noch „Heim“: dann lauf ich! Er steigt ab löst sein schweres Kettenschloß drückt dies mir in die Hand, meint: wirbel das durch die Luft wenn jemand angreift. Dann steigt er in die Pedale wie ich keinen zuvor hab fahren sehn – er hatte echt Angst und ich dann auch, war ich froh als die Gestalten im Dunkeln kein Interesse an uns zeigten, wir am Krankenhaus ankamen. Es war echt kein Witz hat mir einer der Ärzte am nächsten Tag bestätigt, hier an der Grenze gibt es Schmuckler, Überfälle, Schießerein – auch sie werden ab und zu in der Nacht-Notaufnahme damit konfrontiert.
Ein weiterer Grund Danke zu sagen ist meine Kamera! In Delhi bei voller Fahrt auf ner mehrspurigen Straße aus der Auto-Rikja „gehüpft“, sah ich das Ding schon platt vor mir. Als der Fahrer begriff dass er anhalten soll waren schon mehrere hundert Meter abgespult: macht das noch Sinn? also zurück gerannt, da kam mir ein Inder entgegen und drückt mir die Kamera in die Hand! Konnt’s nicht fassen normalerweise hört man wie alles gestohlen wird und er trägts mir noch hinterher. Um das Wunder komplett zu machen hat sie außer ein paar Kratzern nichts abbekommen. Danke Vater! – ich liebs nämlich Bilder zu machen! Soweit für diesmal
Gruß Uwe
Eure Armut kotzt mich an!
bislang als dummen Spruch abgehakt, beschreibt er ohne die Menschen ihrer Misere auch noch schuldig sprechen zu wollen recht gut was ich hier verspür.Erschreckend wie entscheidend unser Auskommen in dieser Welt werden, unser Leben - unser Erleben Gottes prägen kann. Schon die Sprüche singen ja ein Lied davon: Armut und Reichtum gib mir nicht, laß mich aber mein Teil Speise dahinnehmen, das Du mir beschieden hast.Ich könnte sonst, wenn ich zu satt würde verleugnen und sagen:wer ist der Herr?
Oder wenn ich zu arm würde, könnte ich stehlen und mich an dem Namen Gottes vergreifen.
(Sprüche 30,8)
Meine deutsche Krankenversicherung im Rücken macht's mir unmöglich den ganzen Druck, der auf den Leuten lastet nachvollziehen zu können.
Folgedessen deute ich ihre Entscheidungen oft fälschlicherweise als lieblos und hart.
Da ist der 4jährige Samshed, der viel zu spät bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert wird:
Diagnose: Encephalitis - Entzündung des Gehirns, epileptische Krampfanfälle und Lungenentzündung durch Aspiration.
Sein Zustand ist kritisch, intubiert und zeitweise beatmet.- Warten bis die Anitibiotika anschlagen. Dann der Schock als ich zur Nachtschicht komm liegt eine alte Frau in "seinem" Bett
- was ist passiert?
Seine Angehörigen haben nach nunmehr mehreren Tagen ohne sichtbare Besserung, der ausstehenden länger werdenden Rechnung, entschieden ihr Kind Heim zu nehmen, aufzugeben, sterben zu lassen?
Diese hier regelmäßig vorkommenden Abschlüsse "der Kapitel" sind es, die das Leben für mich noch sehr herausfordernd gestalten, Enttäuschung, Wut und Traurigkeit aufkommen lassen.
Bin wie gesagt zumindest noch! zu naiv, durch gewohnten Wohlstand zu verblendet nachvollziehen zu können, was Eltern veranläßt ihre Kinder, Söhne, die sogar ihre Altersversorgung hier bedeuten, aufzugebn. Was es heißt, in die Enge getrieben, gezwungen bittere Entscheidungen fällen zu müssen, ein Leben aufzugeben, um den Rest der Familie durchzubringen?
Das Krankenhaus versucht nach Kräften den armen Menschen entgegenzukommen, das Personal hier arbeitet zum Beispiel für wesentlich weniger Lohn als in anderen Einrichtungen.
Not macht erfinderisch, kreative Ideen können beobachtet, Abstriche müssen gemacht werden. Ärzte sind darauf angewiesen die Diagnosen mit viel beschränkteren Mitteln zu stellen
- aber um eine einigermaßen gute Medizin betreiben zu können, braucht es einiges an Finanzen.
Gestern kam Reena Devi,ne junge Frau, schwanger das Hämoglobin 2,9g/dl unvorstellbar Normwert etwa 11-16. Dann die Geburt: Das Kind schafft's nicht, die Mutter schnappt nach Luft, auch ihr fehlt der nötige "Saft in dem das Leben ist". Aber sie war noch bei vollem Bewusstsein als sie auf Intensiv kam. Dann ist ihr Kreislauf zusammengebrochen, der Blutdruck nicht mehr tastbar.
Die eine Blutkonserve, die ihr schmächtiger Mann spenden konnte im Schuß reingepresst hilft da nicht wirklich viel, Plasmaexpander und andere Kreislaufuntestützende Medikamente was eben verfügbar ist rein - Gott hilf!!Erinnere mich an Zeiten im Rettungsdienst: Transport von OP zu OP in eines andern Krankenhauses Patient mit offenem Bauch die haben ihm 30ig Blutkonserven reingepresst - er hat's geschafft.
Und hier die Frau 4Konserven und sie sollte aus dem Gröbsten raussein- aber es ist nicht verfügbar, die Blutbank muß passen?
Wollte ich spräche die Sprache, könnte rausrennen und um A-positiv betteln. (aber die Leute wüssten ihre Blutgruppe eh nicht)?
Ja wie gesagt, es ist der Mangel an Ressourcen, die Beschränktheit der gewohnten Möglichkeiten die hier über Leben und Tod zu entscheiden scheinen.Aber wie die Ärztin bemerkt hat: da ist ja der Gott, der ein besonderes Herz für die Armen hat!Denn Er hat nicht verachtet noch verschmäht das Elend der Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen;
Und als er zu ihm schrie,hörte Er's.
(Psalm 22,25)
Wünschte wir hättn nen Topf den man öffnen könnte für Fälle wie den 4jährigen Jungen. Vielleicht ist das auch ein Grund warum ich hier gelandet bin: mag es eigentlich nicht um Hilfe zu betteln aber die Situation vor Ort ist es absolut wert, und so will ich diesen Rundbrief dazu benutzen es zu tun, weiß noch nicht wie es praktisch machbar ist mit Spendenbescheinigung und dergleichen?...
Ansonsten kann ich bis jetzt sagen es passt! Bereitet Freude ein passendes Puzzleteil angefügt zu finden. Besonders begeisternd ist zu erkennen, dass es da ein Bild gibt!Ohne die bereits aneinandergefügten Teile würde dieses hier wohl nicht viel Sinn machen,
nicht reinpassen.
Die Zeit im Ashram kommt mir sehr zu gute,
wo ich erleben durfte, dass Gott uns sehr wohl bewahren kann. Wie mein Röntgenbild auch noch nach den ganzen Leuten mit offner Tuberkulose, die mir ins Gesicht gehustet haben ohne Befund war. Ansonsten würden die limitierten hygienischen Verhältnisse doch Kopfzerbrechen bereiten.
Aber dann war die Zeit plötzlich rum - warum?
Letztes mal habe ich geschildert wie Angehörige ihren Liebsten mit Beatmungsbeuteln den Atem einhauchen müssen, keine 2Wochen später haben wir zwei nagelneue Beatmungsgeräte zur Verfügung gestellt bekommen. Aber keiner hier hat viel Erfahrung auf diesem doch sehr komplizierten Gebiet. Ohne die Zeit in Löwenstein, der Intensiv- und Beatmungsstation, wäre ich jetzt total überfordert.
Auch können wir den dortigen Arzt anrufen, wenn wir mit unserem Latein am Ende sind. Besonders erschwert wird das Ganze Unterfangen dadurch, dass kein Blutgasanalysegerät zur Verfügung steht. Ein solches ist nötig um Beatmungsgeräte, den individuellen Erfordernissen der Patienten anpassen zu können.Auch hier haben sich die Leute von Löwenstein angeboten uns zu helfen, sind auf der Suche nach einem Kapnometer was Mindestvoraussetzung ist um die Beatmungssituation eines Patienten einschätzen zu können.
...Echt so gut.
Ansonsten haben sie mich hier gebeten Werbung zu machen, bekannt zu geben dass echt Bedarf existiert hier, medizinisches Personal auch für kurzfristige Einsätze willkommen ist! (hörst Du Lisa)
Ein großes Gebetsanliegen für die Intensivstation hier: dass sich ein guter Internist findet, der bereit ist unter den Umständen vor Ort zu leben. Besonders für Familien mit Kindern ist es schwer, da es keine guten Schulen gibt, so ist keiner lange geblieben.
Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke spricht der Herr.
Gedanken des Friedensund nicht zum Unheilum Euch Zukunft und Hoffnungzu gewähren Jeremia 29,11
Sanjay – ein junger Mann, auch in ihm lebt der Traum in Delhi ein besseres Leben zu finden. Also bricht er von zuhause auf um sein Glück zu suchen. Die Seifenblase hält der harten Realität nicht stand: – kein Dach überm Kopf, kein Job ohne die nötigen Rupien nichts um den Bauch zu fülln. So taucht er ein in die unzählbare Menge derer, die ihr Dasein unter Delhis Brücken fristen. Auch er fing an zu husten, verlor seinen Appetit, immer mehr an Gewicht. Krank, Allein – Einsam! in einer Stadt mit mehr als 15Mio Menschen!Als seine Kräfte immer mehr schwinden, sieht er keinen Ausweg mehr. Mit letzter Kraft schleppt er sich in Richtung Yamuna-Bazar zur Verbrennungsstätte.
Jeglicher Hoffnung beraubt setzte er sich dort auf einen Stein in der Erwartung dieser unbarmherzigen Welt zu entfliehn.
Aber Gott hatte was anderes mit ihm vor:
Ich kenne ja die Gedanken die ich über dich denke spricht der Herr:
Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil
um dir Zukunft und Hoffnung zu gewähren!
Leute von Sewa Ashram fanden Sanjay nahmen ihn mit – Die Tuberkulose Medikamente zeigten Wirkung, sein Appetit und damit die Kraft eines jungen Mannes kehrten zurück.
Sanjay wurde zu einem freundlichen Mann, der sich heute selbst um Bedürftige kümmert.
Auch während der Arbeit hier auf Intensiv-Station sind mir viele vom Leid geplagte Menschen begegnet. Ein vom Lungenkrebs gezeichneter Mann haftet mir im Gedächtnis:
Er bringt kaum genügend Luft zusammen wenn er regungslos im Bett liegt. Trotzdem erzählt er mir wie ihm das Schicksal mitgespielt hat, mit Tränen in den Augen schildert er wie er seine geliebte Frau verlor. Woher nimmt er die Kraft sein Leid zu tragen, nicht zu resignieren – frag ich mich …
Am nächsten Tag berichtet er wie er vor vielen Jahren das Bewusstsein verlor,
ihm währenddessen ein Blick in den Himmel gewährt wurde.
Seitdem wisse er sich geborgen, er weiß wo er hingeht, er weiß dass sein himmlischer Vater alles im Griff hat; und ihn wenn seine Zeit hier rum ist zu sich holt – Heim! holt.
Als er dies erzählt steh ich mit ner Gänsehaut da, spür ein bisschen des Friedens den er hat – Awesome!
Auf der andern Seite die tiefe Verzweiflung der Menschen die diesen Gott der Hoffnung nicht kennen. Für die Alles zusammenbricht wenn sich die Ärzte eingestehen müssen dass aus menschlicher Sicht nichts mehr drin ist. Tatsächlich nur noch das Warten auf den Tod verbleibt.
Dies ist was mich das letzte Jahr gelehrt hat.
Gott bewahrt uns nicht unbedingt vor heftigen Dingen. Aber er verlässt uns nicht! Er steht zu seinem Wort:
wenn Du durchs Wasser gehst – ich bin bei Dir!
Wenn Paulus schreibt: wir wollen euch aber nicht verschweigen, dass wir über die Maßen beschwert waren über unsere Kräfte – so dass wir sogar am Leben verzweifelten,
kommt mir das so bekannt vor. Wenn ich all die Schicksale seh, Krankheit, Kummer und Leid die das Leben der Menschen fressen.
Aber er bleibt ja nicht verlassen, resigniert zurück sondern erhascht einen Hoffnungsschimmer – erspäht den Ausweg:
…alle verließen mich aber der Herr stand mir bei und stärkte mich…
so fanden wir doch in unserem Gott den Mut … in alle dem überwinden wir weit durch den der uns geliebt hat!
Situationen mit dem Potential uns am Leben verzweifeln zu lassen,
auf deren Ausgang wir eh keinen Einfluss haben, getrost in seine liebenden Hände befehlen können: Und ob ich schon wanderte durchs finstere Tal fürchte ich kein Unglück – Denn Du bist bei mir, Dein Stecken und Stab trösten mich!
Seinen Frieden der alle Vernunft übersteigt zu erfahren – ist was mir den Glauben wertvoll gemacht hat in all dem Leid.
Dafür lohnt es zu leben - dass Menschen diesen Gott, die Geborgenheit, die Hoffnung die er gewährt erfahren dürfen. Gruß Uwe Wildermuth









